Logopädie für Klein- und Vorschulkinder

Sie beobachten, dass Ihr/e Tochter/Sohn:

  • Laute ersetzt oder auslässt, z. B. "Tuchen" statt Kuchen, "Suß" statt Fuß, "Bume" statt Blume. Dyslalie, Phonologische Verzögerung/Störung
  • "S"-Laute nicht korrekt bildet, indem es die Zunge gegen oder zwischen die Zähne schiebt. Damit einher gehen oft auch offene Mundhaltung / Mundatmung und erhöhter Speichelfluss.
    Artikulationsstörung, Orofaciale Dysbalance
  • nicht oder nur wenig spricht und Wörter oder Wortfolgen nicht versteht. Sie/er bedient sich Mimik und Gestik, um dieses Defizit auszugleichen.
    Klein- und Vorschulkinder Sprachentwicklungsverzögerung/-störung, Late-Talker/Bloomer
  • Satzteile umstellt oder auslässt, z.B. "Junge Ball spielen." und/oder Wörter nicht dem Geschlecht, der Position im Satz und der Zeit anpasst, z.B. "Die Katze schlaft." oder "Ich hab ein Regenbogen geseht.". Ihm/Ihr fällt es schwer, das grammatikalische Regelsystem zu erkennen bzw. zu erwerben.
    Sprachentwicklungsverzögerung/-störung, Dysgrammatismus
  • Begriffe umschreibt, Wörter auslässt, sie durch verwandte ersetzt und/oder Sätze abbricht. Dysgrammatismus, Wortfindungs-/abrufstörung

Bei der Beurteilung der sprachlichen Fähigkeiten Ihres Kindes ist die Berücksichtigung seines Alters unerlässlich. Eine Sprechweise, die z.B. für einen Zweijährigen noch altersgemäß ist, würde bei einem Vierjährigen als Störung bezeichnet. Es ist wichtig, Sprachauffälligkeiten rechtzeitig zu erkennen und einzuordnen. Sollten Sie sich um die Sprachentwicklung Ihres Kindes Sorgen machen oder Zweifel haben, wenden Sie sich bitte an den behandelnden Kinderarzt oder an mich.